Pho – Asia Bistro To Dung

Nach langer Pause (die ich vollkommen sommeruntypisch größtenteils auf Arbeit verbrachte) konnte ich endlich wieder einen mir bis dahin unbekannten asiatischen Imbiss besuchen. Vor einiger Zeit war ich schonmal in der Gegend, und zwar beim Chumumi auf der Zschocherschen Straße. Schräg gegenüber befindet sich ein kleines Bistro, das Pho Asia Bistro To Dung.

Im Inneren des Bistros befinden sich einige Tische und Stühle und die hohe Theke. Das Angebot ist vielfältig. Wie der Name schon verrät, darf man hier unter anderem vietnamesische Suppen erwarten. Allerdings bietet die Karte das gesamte Spektrum typischer asiatischer Imbisse. Einige Gerichte sind auf dem Aushang mit dem Zusatz „Neu“ gekennzeichnet. Wie neu diese tatsächlich sind, kann ich nicht einschätzen, aber vielleicht weiß ja einer der regelmäßigeren Gäste mehr?

Die Preise sind recht günstig, das teuerste Gericht schlägt mit knapp 7€ zu Buche, man kann aber auch Hauptgerichte für unter 5€ finden. Wir entscheiden uns für einen Klassiker, Hühnchen im Kun Pao-Stil (Hühnchenwürfel in einer scharfen Soße mit Erdnüssen), und für gebratene Ente in Mangosoße.

Pho To Dung 2 b

Hühnchen Kun Pao

Auch wenn die Bilder vielleicht anderes vermuten lassen, fallen die Portionen recht groß aus und bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Reis und Soße. Das Fleisch hat eine gute Qualität, allerdings müssen dafür beim Gemüse Abstriche gemacht werden. Einiges schmeckt doch zu sehr nach Konserve. Die versprochene Mango ist lediglich als Geschmack in der Soße zu finden, Obststücke sucht man vergebens.

Pho To Dung b

Gebratene Ente mit Gemüse in Mangosoße

Dies schadet dem Gesamteindruck allerdings nur in geringem Maße, vor allem angesichts des günstigen Preises.

Fazit:
Die Speisen im Pho Bistro sind von einem guten Preis-Leistungsverhältnis gekennzeichnet. Eine große Auswahl und sättigende Portionsgrößen sprechen für sich. Auch wenn das Gemüse teilweise frischer sein könnte, ist das Bistro für eine schnelle Mahlzeit gut geeignet.

Fakten:

Name Pho – Asia Bistro To Dung
Adresse Zschochersche Str. 51a, 04229 Leipzig
Stadtteil Plagwitz
Preisspanne Hauptgerichte 3€ – 6,90€
Barrierefreiheit
Sauberkeit okay
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Chumumi

Entlang der Zschocherschen Straße entwickelt sich ja zusehends eine kleine Asia-Meile. Asiatische Imbisse schießen förmlich aus dem Boden. Grund genug also, sich dort mal genauer umzusehen. Den Anfang macht ein neu eröffnetes Restaurant unweit der Elsterpassage: das Chumumi.

Aufgrund der vielen positiven Rezensionen auf einschlägigen Bewertungsportalen bin ich auf dieses kleine Restaurant aufmerksam geworden, welches den Leitspruch „Für alle, die selbst keine asiatische Mami haben“ trägt. Schon der erste Blick eröffnet mir eine andere Welt. Die liebevoll dekorierte Hausfassade sieht aus, als wäre sie aus einer belebten südostasiatischen Restaurantstraße nach Plagwitz versetzt worden. Alles passt: Die hölzernen Sitzmöglichkeiten vor der Lokalität, die abgenutzt-hölzern gestrichenen Wände, Rohre, die als Lampenhalter dienen und mit Bast abgehängte Beleuchtungen erzeugen ein einmaliges Flair, welches an das südostasiatische Leben in den 50er Jahren erinnert. Auf großen Tafeln geben handgeschriebene Vorschläge Essensempfehlungen und auch an den anderen besetzten Tischen, welche edle Essstäbchen zieren, ist man des Lobes voll.

Dieser Augenschmaus erzeugt natürlich hohe Erwartungen, die die auf der Karte zur Auswahl gestellten Gerichte noch vergrößern. Eigentlich würde ich gern einmal alles probieren. Man findet neben den typischen vietnamesischen Suppen auch Nudelpfannen, viele Gerichte mit Rind- oder Schweinefleisch, sowie vegetarische Varianten und alles erhält den Anstrich des Besonderen. Neben Tofu landet hier auch Seitan auf dem Teller, außerdem gibt es Süßkartoffelstäbchen, in Chaplublättern gebratenes Fleisch, hausgemachte Ananassoße und Gerichte mit geschmortem oder gegrilltem Wels.

Bei einer solchen Auswahl fällt die Entscheidung schwer. Schließlich probieren wir Chi Gras Chicken – Hähnchen mit Zitronengras, Chili, Gemüse und Reis für 7€ – und Pakse Noodlepan – laut Beschreibung medium wok-sautierte Rinderfiletstreifen mit Szechuanpfeffer, Babymais, Paprika und Pilzen auf gebratenen Reisbandnudeln für 7,50€. Ich muss zugeben, dass ich mir bei dem zuerst genannten Gericht eine Variante des Gaxao Xa Ot im Chinahaus Leipzig vorgestellt hatte, welches mich damals wirklich begeisterte. Vielleicht war es der etwas missglückte Vergleich, aber ganz konnte das Gericht im Chumumi da nicht mithalten. Die zugefügten Chilis gehörten eher zur milderen Sorte und nach einiger Zeit hinterließ die Soße einen säuerlichen Geschmack. Die Zutaten waren jedoch (größtenteils) frisch, das Zitronengras war deutlich erkennbar und konnte die anfänglichen Kritikpunkte gut überspielen. Auch, dass die Reismenge für die Soße etwas gering bemessen war, ist verschmerzbar. Insgesamt wurden wir von den Gerichten satt, Platz für eine Nachspeise wäre jedoch noch gewesen ;-).

Chi Gras Chicken

Chi Gras Chicken

Bei der Nudelpfanne erwartete ich vor allem interessante Zutaten. Eins vorweg: Geschmacklich war das Gericht wirklich gut und das spielt ja eine nicht zu unterschätzende Rolle für die Bewertung, aber leider fanden sich einige der angekündigten Zutaten nicht auf dem Teller wieder. Da gab es zwar Gemüse, aber Babymais, Shitake-Pilze und Paprika suchte man vergebens. Dafür war das Fleisch zart und in großer Menge vorhanden. Auf unsere Nachfrage bezüglich der Abweichung zwischen Karte und Gericht folgte eine wortreiche Entschuldigung der Bedienung. Offenbar hatte der zuständige Koch das Essen zugunsten des Geschmacks angepasst. Ein Blick auf die Facebook-Seite des Restaurants verriet schließlich, dass das Gericht wohl immer in der uns servierten Form zubereitet wird.

Chumumi: Pakse Noodlepan

Pakse Noodlepan

Schließlich lädt die Atmosphäre wirklich zum Verweilen und Wohlfühlen ein. Die Preise sind für ein Restaurant sehr angemessen, alle Angebote bewegen sich zwischen 6 und 10€. Die Vielfalt der Speisekarte erleichtert mehrmalige Besuche und gibt Anlass zur Hoffnung, dass unsere Wahl der Gerichte nur etwas unglücklich ausfiel.

Fazit:
Der Anblick und das Flair des Chumumi allein sind schon einen Besuch wert. Die Qualität der Speisen ist etwas verbesserungswürdig, aber das gute Preis-Leistungsverhältnis spricht für sich und die kulinarische Vielfalt des Angebots, welches auch nicht-alltägliche Komponenten beinhaltet, bietet bereits viel Gesprächsstoff für die gemeinsame Mahlzeit.

Fakten:

Name Chumumi
Adresse Zschochersche Str. 50a, 04229 Leipzig
Stadtteil Plagwitz
Preisspanne Hauptgerichte 5,50€ – 9,90€
Barrierefreiheit Tische außerhalb barrierefrei
Sauberkeit sehr gut

Chinabrenner Teil 2: Abendessen

Den Chinabrenner habe ich ja bereits vor Kurzem besucht und dabei über das Mittagessen berichtet, von welchem ich durchaus begeistert war. Da das Abendessen aber im Gegensatz dazu à la carte angeboten wird und die Fotos und Erklärungen auf der Webseite des Restaurants Appetit und Neugier wecken, ruft dies nach einem zweiten Test. Der Bericht fällt etwas länger aus, es gibt viel zu erzählen.

Der Chinabrenner wirbt vor allem mit authentischer chinesischer Küche und bemüht sich auch offensichtlich, die Erfahrung des Einnehmens einer Mahlzeit authentisch zu gestalten. Aufgefallen ist mir dabei, dass die einzelnen Komponenten, wie etwa vom Feuertopf (dem chinesischen Äquivalent des Fondues) bekannt, auch einzeln serviert werden. Als Nicht-China-Erfahrener ist dies zunächst etwas ungewohnt.

Beim Betreten des Restaurants an einem Freitag Abend stellt es sich bereits als problematisch heraus, einen nicht vorbestellten Tisch für zwei Personen zu finden. Dass kein Personal zur Begrüßung oder Information bereitsteht, vereinfacht die Sache nicht gerade. Schließlich findet sich doch noch ein Plätzchen und der Kellner bringt die Karte. Diese ist ein auf einem Klemmbrett befestigtes Blatt, welches die angebotenen Gerichte und Kästchen zum Ankreuzen der Bestellung auflistet. Die Sortierung wird zwar erklärt (Fleisch links, vegetarisch rechts), stiftet aber Verwirrung, da sie nicht für die gesamte Karte zu gelten scheint. Außerdem wird empfohlen, ein warmes Hauptgericht (laut Aussage des Kellners mit Beilage serviert) und eine kalte Beilage zu bestellen. Wir bedanken uns und studieren das Angebot. Die Preise sind doch eher im höheren Niveau angesiedelt, ein Fleischgericht unter 10€ sucht man vergebens. Ich entscheide mich für Mapo Doufu (ein bekanntes Gericht der Szechuanküche, Hackfleisch und Tofu in einer recht scharfen Soße), meine Begleitung wählt die Fischgeschmack-Auberginen (welche übrigens keinen Fisch enthalten, sondern in einer Soße eingelegt sind, die geschmacklich an Fisch erinnert).

Als die Bedienung unsere Wahl begutachtet, empfiehlt sie, zusätzlich Reis zu bestellen, der offenbar beim Hauptgericht nicht dabei ist. Daraufhin stellt sich ein kleiner Schock ein, die beiden angebotenen Portionsgrößen sind doch sehr preisintensiv angesichts der Tatsache, dass es sich lediglich um eine Schüssel Reis handelt. Die mittlere Portion schlägt mit über 3€, die große mit über 5€ zu Buche. Wir entscheiden uns, eine große Portion zu teilen, was jedoch offensichtlich nicht die Zustimmung des Kellners findet. Er informiert uns, dass Reis ja nur als Beilage und nicht zum Sattessen gedacht sei und die Hauptgerichte auch eine ausreichende Menge haben. An diesem Punkt fühle ich mich doch etwas in die Ecke gedrängt, vertraue jedoch auf kompetente Beratung und wechsle zu einer mittleren Portion. Die Meinung des Personals ändert sich jedoch schlagartig, als sie erkennt, dass wir keine kalte Beilage zusätzlich bestellen. Offenbar wird das erwartet und Extrawünsche werden nicht gern erfüllt, was ich auch bemerke, als ich die Schärfe des bestellten Mapo Doufus meinem Geschmack etwas anpassen will.

Wir lassen uns nicht beirren und warten auf das Essen, welches nach einer angemessenen Zeit serviert wird. Die Menge zeigt, dass die Hauptgerichte wirklich nicht zum alleinigen Verzehr geeignet sind, allerdings sind die verwendeten Schüsseln optisch sehr schön und passend.

Mapo Doufu (Tofu der pockennarbigen Alten, mit Hackfleisch)

Mapo Doufu (Tofu der pockennarbigen Alten, mit Hackfleisch)

Fischgeschmack-Auberginen

Fischgeschmack-Auberginen

Die Fischgeschmack-Auberginen schmecken meiner Begleitung gut, bei meinem Mapo Doufu kann ich jedoch nicht von Zufriedenheit sprechen. Ich kenne das Gericht unter Verwendung von Seidentofu (eine kurze Googlesuche bestätigt mich in der Annahme, dass dies die übliche Zutat darstellt), im Chinabrenner wird dagegen normaler (festerer) Tofu gebraucht. Die Hackfleischstückchen sind zwar vergleichsweise zahlreich vorhanden, erwecken jedoch den Eindruck etwas liebloser Zubereitung. Mapo Doufu mag ich normalerweise sehr, da die Soße zwar sehr scharf ist, aber trotzdem als Geschmacksträger dient und das Essen damit ein beinah wohliges Gefühl hinterlässt. Diese Erfahrung konnte ich im Chinabrenner leider nicht machen. Die Soße war zwar sehr scharf (da nicht auf meine Bitte nach Milderung eingegangen wurde), mehr als das konnte ich darin jedoch nicht erkennen. Die versprochene Beilage bestand in einem kleinen Tellerchen mit Erbsen.

Da die Portionsgröße der Hauptgerichte nicht zu üppig war, bestellten wir später als Beilage kalte Süßkartoffelnudeln. Ich kannte dieses Gericht vorher nicht und kann daher keinen Vergleich anstellen. Mir kamen die Nudeln jedoch sehr hart vor und als Würzung diente neben einigen darübergelegten Kräuterblättern lediglich eine scharfe Soße. Im Laufe des Abends kam die Bedienung noch zweimal mit Süßkartoffelnudeln an den Tisch, obwohl wir nur eine Portion bestellt hatten. Aufgrund der Inkompetenz des Personals, der hohen Preise und der doch etwas enttäuschenden geschmacklichen Komponente hinterlässt der zweite Besuch des Chinabrenners keinen guten Eindruck. Schade!

Fazit:
Das Mittagsgericht im Chinabrenner weckt eine Begeisterung für die chinesische und vor allem die Szechuan-Küche, die die Abendkarte, die Personalsituation und die abends angebotenen Gerichte leider nicht bestätigen können. Widersprüchliche und teilweise falsche Beratung, mittelmäßiger Geschmack und angesichts dessen hohe Preise sind sehr bedauerlich für ein potentiell authentisches chinesisches Restaurant.

Fakten:

Name Chinabrenner
Adresse Gießerstr. 18, 04229 Leipzig
Stadtteil Plagwitz
Preisspanne Hauptgerichte ca. 9 – 16€ (Abendkarte, wechselndes Angebot)
Barrierefreiheit naja (mit viel gutem Willen über Steine und Schwellen im Hof)
Sauberkeit sehr gut

Chinabrenner

Der Chinabrenner ist ein echter Pflichtpunkt, wenn man von asiatischen Restaurants in Leipzig berichtet. Neben dem Nin Hao ist er das wohl bekannteste authentische Lokal mit chinesischer Küche. Der Schwerpunkt liegt beim Chinabrenner auf Speisen aus der Szechuan-Region, die für ihr besonders scharfes Essen bekannt ist. Die entsprechenden Gerichte werden derzeit immer bekannter und einige sind hierzulande auch außerhalb von Kennerkreisen geschätzt. Der Chinabrenner existiert bereits seit einigen Jahren mit wechselnden Standorten. Nun ist er in Plagwitz in der Gießerstraße zu finden. Getestet habe ich dort das Mittagsangebot.

Zunächst die vielleicht etwas abschreckende Nachricht: Es gibt keine großen Wahlmöglichkeiten. Jeden Tag zur Mittagszeit wird ein Gericht angeboten, das wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch bestellt werden kann, für 6,50€. Auch das jeweilige Tagesangebot ist eher eine Überraschung, da es offensichtlich keine Möglichkeit gibt, sich im Vorhinein darüber zu informieren. Nichtsdestotrotz ist der Chinabrenner zum Mittag stets gut gefüllt und das hat seinen Grund! Geschmacklich ist dieses Essen quasi nicht zu übertreffen. Man kann die Authentizität förmlich schon riechen und bei Ankunft des Gerichts auch sehen.

Es wird in zwei Schüsseln serviert, wobei eine davon den Reis, die andere die entsprechenden Beigaben beinhaltet. Bei meinem Besuch gab es Lammfleisch mit scharfem Rettichsalat und Gemüse. Eigentlich hätte ich mir ein solches Gericht nicht ausgesucht, wenn ich die Wahl gehabt hätte. Aber es hat sich herausgestellt, dass man manchmal doch zu seinem Glück gezwungen werden muss. Es stimmte einfach alles: die Zusammensetzung, die Menge, das Verhältnis zwischen Reis und Soße, die Konsistenz und Beschaffenheit des Fleisches und der Schärfegrad. Auch der Salat konnte sich durchaus sehen und schmecken lassen!

Lammfleisch und scharfer Rettichsalat

Lammfleisch und scharfer Rettichsalat

Dazu wurde, wie auch auf dem Bild zu sehen, ein grüner Tee serviert, sehr schmackhaft! Einen kleinen Punkt Abzug gibt es dann aber doch noch für die Geschwindigkeit der Bedienung. Dafür, dass es sich bei dem Angebot um einen Mittagstisch handelt und dadurch viele Mitarbeiter der umliegenden Firmen angezogen werden und ja auch nur ein Gericht vorbereitet werden muss, dauerte die Begrüßung und Aufnahme der Bestellung recht lange. Über die Höhe des Preises kann man wohl auch streiten, aber die Qualität macht dabei einiges wieder wett.

Das Restaurant bietet am Abend auch Essen à la carte an, mit vielen interessanten Szechuan-Speisen, u. a. Mapo Dofu und Feuertopf, sowie teilweise sehr exotische Gerichte (kalte Stärkenudeln oder trocken gegartes Huhn). Wenn ich zu einem Test dieser Speisen komme, werde ich erneut darüber berichten. Außerdem gibt es Kochkurse, die sich offenbar großer Beliebtheit erfreuen. Auch außerhalb des Restaurantbetriebs bietet der Chinabrenner seine Speisen feil, wie etwa auf dem vergangenen StreetFood-Markt.

Fazit:
Das Mittagsgericht im Chinabrenner hat mich vollkommen überzeugt. Der Preis und die lange Wartezeit trüben zwar den sehr guten Eindruck und machen das Restaurant eher ungeeignet für die tägliche Mahlzeit, aber als kleiner Wochen- oder Monatshöhepunkt ist das Lokal uneingeschränkt zu empfehlen.

Update: Inzwischen habe ich dem Chinabrenner auch am Abend einen Besuch abgestattet. Den Bericht dazu findet man hier. Außerdem wurde der Preis für das Mittagessen auf 7,50€ angehoben.

Fakten:

Name Chinabrenner
Adresse Gießerstr. 18, 04229 Leipzig
Stadtteil Plagwitz
Preisspanne Hauptgerichte 7,50€ (Mittagsgericht)
Barrierefreiheit naja (mit viel gutem Willen über Steine und Schwellen im Hof)
Sauberkeit sehr gut

Fam. Tran Phat

Das Fam. Tran Phat ist ein noch nicht lange bestehendes Schnellrestaurant auf der Karl-Heine-Straße im Leipziger Westen. Besonders zur Mittagszeit herrscht dort reger Andrang. Angeboten werden vietnamesische Speisen. Vor dem Lokal befinden sich Bierzeltgarnituren, das Innere bietet hingegen nur wenige Sitzmöglichkeiten, sondern ist größtenteils mit der Küche sowie den angebotenen Getränken gefüllt.

Die Mittagskarte ist variabel und wird auf einer großen Tafel vor dem Restaurant angepriesen. Es gibt ca. 8 verschiedene Speisen, die alle schon beim Lesen Appetit aufs Essen machen. Besonders erfreut war ich über die Ankündigung, dass alle Gerichte ohne Geschmacksverstärker und sonstige Zusatzstoffe hergestellt werden. Das kann man in der hiesigen Asia-Landschaft nur selten finden. Ein ähnliches Bewusstsein für die Zusammensetzung von Speisen ist mir das letzte Mal im Umaii begegnet.

Die Präsentation der Speisen erinnert sehr an eine Straßenvariante des Chinco im Petersbogen. Das Essen wird in großen Schüsseln serviert, in denen Fleisch, Gemüse, Reis und Soße sich zwar gemeinsam befinden, aber dennoch selbst nach Belieben vermischt werden können. Meine Begleitung wählte Fisch in süß-saurer Soße und ich entschied mich für Hähnchenspieße in Erdnusssoße (nicht zuletzt, da ich mit dieser bereits gute Erfahrungen in erwähntem vietnamesischen Restaurant gesammelt habe).

Hähnchenspieße in Erdnusssoße

Hähnchenspieße in Erdnusssoße

Gebackener Fisch in süß-saurer Soße

Gebackener Fisch in süß-saurer Soße

Geschmacklich waren die Gerichte eher durchschnittlich. Eine kleine Enttäuschung stellte die Erdnusssoße dar, die neben dem Erdnussgeschmack auch recht stark gewürzt war, was eine etwas unpassende Kombination bildete. Auch das fehlende Gemüse kann bei einem Preis von ca. 6€ bemängelt werden. Eine größere Vielfalt zeigte da das Fischgericht, doch auch hier hielt sich die Menge des Reises im Vergleich zur Soße in Grenzen. Schade, das Angebot klang etwas vielversprechender.

UPDATE (13.12.2015): Das Fam. Tran Phat erfreut sich offenbar großer Beliebtheit, sodass die Besitzer inzwischen viele neue Geschäfte eröffnen konnten. Es gibt derzeit min. 6 verschiedene Filialen in Leipzig, neben der hier besprochenen in der Karl-Heine-Straße findet man das Fam. Tran Phat auch am Lindenauer Markt, in der Stieglitzstraße in Schleußig, in der Lessingstraße (Ecke Jahnalle), auf der Karl-Liebknecht-Straße (Höhe Feinkost) und erst vor wenigen Tagen neu eröffnet auf der Arthur-Hoffmann-Straße. Das Angebot ist in den Filialen offenbar überall dasselbe. Einige Gerichte im Fam. Tran Phat sind vegan und auch als solche ausgezeichnet, andere können auf Nachfrage in eine vegane Variante gewandelt werden.

Fazit:
Das Fam. Tran Phat befindet sich im Westen Leipzigs und mit der biologisch angehauchten Karte dort in bester Gesellschaft. Die Preise haben jedoch Zentrumsniveau und geschmacklich konnte mich das gewählte Gericht leider nicht überzeugen. Für die Mittagspause eine nette Abwechslung, da man durchaus vietnamesische Züge erkennt. Als Stammlokal wohl trotzdem nicht geeignet.

Fakten:

Name Fam. Tran Phat
Adresse Karl-Heine-Str. 45, 04229 Leipzig
Stadtteil Plagwitz/Lindenau
Preisspanne Hauptgerichte ca. 6€ – 8€
Barrierefreiheit Tische außerhalb barrierefrei
Sauberkeit ok