Glücksboot

Einem weiteren (und vorerst letzten) asiatischen Buffetrestaurant in Leipzig hatte ich noch keinen Besuch abgestattet: dem Glücksboot im Sachsenpark in Seehausen. An einem freien Tag habe ich nun aber doch die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Weg in Leipzigs Norden angetreten. Dabei wurde ich nicht enttäuscht! Im Gegenteil – das Glücksboot profitiert nicht nur von seiner Lage inmitten eines Einkaufszentrums, sondern hat auch kulinarisch viel zu bieten.

Das Restaurant kann man als reines Buffetrestaurant verstehen, es bietet sowohl mittags (8,50€ Mo-Sa, 14,90€ So) als auch abends (13,90€ Mo-Do, 14,90 Fr-So) Buffet mit mongolischem Grill und Sushi. Obwohl das Restaurant sehr groß ist und über eine Vielzahl von Tischen verfügt (es eignet sich somit auch für Feierlichkeiten), sollte man vor allem abends und am Wochenende vorbestellen.

Das Buffet sieht schon auf den ersten Blick sehr schmackhaft aus. Vor allem die rohen Zutaten für den mongolischen Grill sind ansehnlich arrangiert, wobei Fisch und Fleisch teilweise auf Eiswürfeln kühl und frisch gehalten werden. Für den Grill werden vergleichsweise viele unterschiedliche Soßen geboten, die man in einem kleinen Schälchen auch mischen kann und dem Koch für die Zubereitung übergibt.

Buffet1

Buffetauswahl mit gebackenem Fleisch und Gemüse, Champignons und Hühner-Saté-Spieß

Aber auch die bereits fertigen Gerichte auf dem Buffet können sich sehen lassen. Es gibt viele gebackene Speisen: Gemüse, Fleisch, Fisch, Bananen, Ananas, sogar Kokosmilch wird in Teig gehüllt angeboten. Das mag in der Gesamtheit etwas fettlastig erscheinen, aber die Teighülle ist vor allem beim Fleisch und Gemüse eher dünn gehalten, sodass auch das Innenleben geschmacklich gut zur Geltung kommt. Besonders positiv sind mir einige Gerichte aufgefallen, die durchaus als regionale Spezialitäten bekannt sind. Dazu zählt beispielsweise Aubergine mit Fischgeschmack – eine chinesische Speise –, die ich so als Teil eines typischen Asia-Buffets noch nicht erlebt hatte. Insgesamt könnte das Angebot zwar für meinen Geschmack etwas mehr dieser fertigen Zusammenstellungen und dafür weniger pures Fleisch enthalten, aber vielfältig ist es auf jeden Fall.

Buffet2

Buffetauswahl mit Pekingsuppe, gebackenem Gemüse, Obst und Banane mit Schokoladenkuvertüre

Das gilt auch für die Dessertmöglichkeiten. Der obligatorische Wackelpudding ist hier nicht die einzige Option, es gibt auch Tiramisu, Krabbenchips, Salat, Schoko- und Vanillepudding, verschiedene Obstsorten und gebackenes Obst. Sogar Bananen mit Schokoladenkuvertüre stehen für den süßen Abschluss der Mahlzeit bereit.

Fazit:
Das Glücksboot ist preislich und qualitativ eine gute Alternative zu den asiatischen Buffets im Leipziger Zentrum. Die Speisen und Zutaten sind frisch, vielfältig und haben für viele kulinarische Vorlieben etwas Passendes in petto.

Fakten:

Name Glücksboot
Adresse Handelsstr. 4-8, 04356 Leipzig
Stadtteil Seehausen
Preisspanne Hauptgerichte 8,50€-14,90€ (Buffet)
Barrierefreiheit ja, über Extraeingang rechts vom Haupteingang
Sauberkeit sehr gut
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Konfuzius Tee Kultur Garten

UPDATE: Der Konfuzius Tee Kultur Garten existiert in dieser Form nicht mehr in der Dresdner Straße. Das Nachfolgerestaurant heißt KungFood und befindet sich in der Grassistraße. Auch dort gibt es einen Brunch.

 

Endlich! Endlich, endlich ein neues asiatisches Buffet. Und das ist noch längst nicht alles. Seit jener denkwürdigen Zeit der 4€-Studenten-Buffets im Xi Gui Yuan hatte ich in Leipzig nie wieder ein authentisch chinesisches Buffet genießen dürfen. Doch jetzt war es endlich wieder so weit. Zu verdanken ist das dem Konfuzius Tee Kultur Garten1 in Reudnitz.

Dieses Restaurant erscheint auf den ersten Blick unbedeutend und auf den zweiten teuer. Beide Eindrücke konnte ich zum Glück binnen weniger Augenblicke widerlegen. Zwar ist das Lokal von außen tatsächlich unscheinbar, aber unterschätzen sollte man es auf keinen Fall, da hier neben der Durchführung traditioneller chinesischer Teezeremonien vor allem authentisch chinesische Speisen aufgetischt werden. Ich schlich schon seit einiger Zeit gewissermaßen um das Lokal, allerdings schreckten mich bisher die doch recht hohen Preise ab. Facebook sei Dank erfuhr ich von einigen Neuerungen. Neben einem Mittagstisch, der seit kurzer Zeit unter der Woche angeboten wird, gibt es nun jeden Sonntag einen All-you-can-eat-Brunch.

Das musste ich mir doch genauer ansehen! Der Einführungspreis von 11,90€ in den ersten beiden Wochen (danach 14,90€) ist fair, vor allem, weil nicht nur die Speisen inklusive sind, sondern auch der Tee. Da hatte man die Wahl zwischen rotem Yunnan-Tee und Jasmintee. Das Lokal selbst ist zwar recht klein (mehr als 25 Leute finden wohl kaum Platz, vorbestellen ist also quasi obligatorisch), aber die daraus entstehende Atmosphäre, die in einigen Momenten fast der einer Familienfeier glich, wandelt diesen Umstand in eine Tugend. Überall stehen chinesische Accessoires, aber ohne den üblichen roten Glitzer, vielmehr sieht man alle möglichen Gegenstände: von Tee über Tongeschirr bis hin zu abgebrannten Räucherstäbchen.

Der Brunch findet zwischen 10 und 13 Uhr statt, aber eigentlich hätte man noch mehr Zeit gebraucht, um alles zu probieren. Zu Beginn ging es gemütlich los, Tee und einige chinesische Frühstücksspezialitäten waren schon fertig. Da gab es beispielsweise Reis-Congee (eine Art Reisgrütze, die zwar allein nicht viel Geschmack hat, aber mit den scharfen Toppings zu den typischen chinesischen Frühstücksgewohnheiten zählt), auf dem Buffet fertig gedämpfte Dim Sum (vegetarische, fleischhaltige und süße), Youtiao (frittierte Teigstangen, ein beliebtes chinesisches Straßenessen), Teeeier (tausendjährige Eier) und verschiedene Suppen. Schon das allein war ein Festmahl und alle Anwesenden bedienten sich reichlich.

Dim Sum-Auswahl: Baozi (hinten rechts) Jiaozi (vorn gedämpft, hinten links frittiert)

Dim Sum-Auswahl: Baozi (hinten rechts) Jiaozi (vorn gedämpft, hinten links frittiert)

Gegessen wurde alles von kleinem asiatischen Tongeschirr, ganz nach der Devise: Nimm nur soviel auf einmal, wie du in wenigen Minuten aufessen kannst. Es gibt so viel zu probieren!

Buffetauswahl: Youtiao (hinten rechts), Frühlingsrollen und Broccoli

Buffetauswahl: Youtiao (hinten rechts), Frühlingsrollen und Broccoli

Dann ging es schon an den nächsten Gang: Nach und nach trudelten die Hauptspeisen ein und man wusste schon wieder nicht, wo man anfangen sollte. Gebratenes Gemüse, Nudeln mit verschiedenen Soßen (wobei Soße hier im weiteren Sinne zu verstehen ist, eigentlich waren es ganze Gerichte mit viel Gemüse), Frühlingsrollen, geschlagene Gurken, Fleischbällchen, süß-saures Schweinefleisch, … Und (fast) alles war sehr lecker!

Buffetauswahl: Nudeln mit verschiedenen "Soßen"

Buffetauswahl: Nudeln mit verschiedenen „Soßen“

Zwar sollte man bei dem ein oder anderen Gericht die „deutschen Asiagewohnheiten“ über Bord werfen. Aber ist das einmal getan, offenbart sich ein ungeahnt vielfältiges, reichhaltiges und intensives kulinarisches Erlebnis. Unter uns gesagt, ein solches Essen ruft mir ins Gedächtnis, mit welchen Gedanken ich diesen Blog ins Leben gerufen habe.

Während der gesamten Zeit des Brunches ist eine junge Bedienung bei Fragen stets zur Stelle und wiederholt geduldig die Erklärungen zum chinesischen Essstil. Das Buffet ist also nicht nur lecker, sondern auch lehrreich! „Probieren Sie diese Soße zu den Teigtaschen!“ „In China essen wir das zum Frühstück und tun noch Gemüse dazu.“ Leider waren zwar einige der kleinen Beilagen nicht selbstgemacht, sondern Tiefkühlware, aber darüber sehe ich im Lichte der vielen hervorragenden Punkte gern hinweg.

Zum Schluss blieb vom Buffet leider noch recht viel übrig. Ich hoffe, die Gastgeber sind dadurch nicht verschreckt und haben noch lange die Möglichkeit, dieses Angebot weiterzuführen. Ich kann an dieser Stelle nur, mehr als jemals zuvor, sagen, dass es sich lohnt! Wer in vielerlei Hinsicht einen Blick über den asiatischen Einheitstellerrand wagen will, ist im Konfuzius Tee Kultur Garten an der richtigen Adresse.

Fazit:
Authentische Speisen, vielfältige Gerichte, persönliche Betreuung, angenehme Atmosphäre und Tee inklusive. Das ist alles schon fast zu schön, um wahr zu sein. Eine absolute Empfehlung für jeden, der sich für echte chinesische Küche interessiert.

Fakten:

Name Konfuzius Tee Kultur Garten
Adresse Dresdner Str. 82, 04317 Leipzig
Stadtteil Reudnitz
Preisspanne Hauptgerichte 14,90€ (Brunch, all you can eat)
Barrierefreiheit naja (es gibt keine Stufen, ist aber seeehr eng)
Sauberkeit sehr gut
  1. Das Lokal sollte weder mit dem Restaurant Confucius (welches inzwischen leider offenbar geschlossen ist) noch mit dem Leipziger Konfuzius-Institut verwechselt werden. Es handelt sich hierbei um drei verschiedene Einrichtungen.

Goldene Kugel

Eigentlich wollte ich an meinem Urlaubstag dem Mittagsbuffet des Restaurants Confucius einen Besuch abstatten, um mir den Magen mit den dort angebotenen köstlichen Jiaozi vollzuschlagen. Leider hatte das Lokal überraschenderweise geschlossen, sodass mich mein Weg zu einem anderen Buffetrestaurant in der Innenstadt führte, der Goldenen Kugel.

Dieses Restaurant liegt unweit des Hauptbahnhofs in der Richard-Wagner-Straße und preist mit großen Schautafeln vor allem das Buffetangebot an. Mit 8,90€ zum Mittags- und 15,90€ zum Abendbuffet (jeweils ohne Sushi) ordnet sich die Goldene Kugel somit schon in die Reihe der höherpreisigen Buffets in Leipzig ein. Allerdings – und das ist meines Wissens ein Alleinstellungsmerkmal – wird hier neben dem normalen Buffet auch mittags der Teppanyaki-Grill angeboten. Der Gast kann sich einen Teller mit rohen Zutaten am Buffet selbst zusammenstellen, die Speisen werden dann von einem Koch auf dem Grill zubereitet und zum Tisch gebracht. Diese Art der Zubereitung offerieren einige andere Restaurants nur abends (wie zum Beispiel das Restaurant Asia Garden) und ich hatte bis dato noch keine Gelegenheit, den Teppanyaki-Grill zu testen.

Pekingsuppe als Vorspeise

Pekingsuppe als Vorspeise

Auf den ersten Blick erscheint das in der Goldenen Krone angebotene Buffet groß und reichhaltig, doch leider täuscht dieser Eindruck zumindest auf einigen Gebieten. Zwar gibt es eine recht große Auswahl an rohen Zutaten für den Grill (unter anderem mit exotischen Fleischsorten wie Zebra oder Känguru), sowie an Obst (ich probierte hier zum ersten Mal Pitahaya), der eigentliche warme asiatische Teil kommt für meinen Geschmack jedoch viel zu kurz. Hier fehlen Schweine- und Rindfleisch quasi vollkommen, auch sonst hält sich das Angebot an verschiedenen zusammengestellten Gerichten stark in Grenzen. Immerhin gibt es mehrere Soßen zur Auswahl und als Dessert nicht nur Obst und Salat, sondern auch verschiedene Sorten Eis.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Das Ergebnis unserer Auswahl für den Teppanyaki-Grill habe ich mit Spannung erwartet. Leider konnte jedoch auch diese Komponente des Buffets den Gesamteindruck nicht verbessern. Das Fleisch war ausnahmslos zäh und offenbar viel zu lange gegrillt (und das galt nicht nur für die exotischen Angebote, sondern auch für das gewählte Rindfleisch), sodass es schlussendlich nicht mehr genießbar war. Das Gemüse war jedoch gut und die Dekoration der entstandenen Zusammenstellung mit Lauchstückchen vermittelte zumindest das Gefühl, dass Wert auf den optischen Eindruck gelegt wird.

Dessertauswahl mit verschiedenen Obst- und Eissorten

Dessertauswahl mit verschiedenen Obst- und Eissorten

Schließlich muss ich ehrlich sagen, dass mich das Dessertangebot in der Goldenen Kugel am meisten überzeugen konnte. Viele verschiedene Obstsorten und Eis inklusive ließen die bereits pappig gewordenen Krabbenchips und das Fleischdebakel vom Grill zumindest etwas in Vergessenheit geraten.

Die Bedienung war während des gesamten Zeitraums meines Besuches sehr reserviert. Ein Lächeln für den Gast wäre da durchaus angebracht gewesen. Ich konnte auch beobachten, wie eine Kundin den Laden betrat, welche auf Englisch nach dem Buffetangebot fragte. Dem Wunsch des Sprachwechsels konnte oder wollte die Kellnerin offenbar nicht nachkommen, auf ein Kopfschütteln folgte komplettes Ignorieren der potentiellen Kundschaft.

Mit dem Besuch in der Goldenen Kugel habe ich nun fast alle (es fehlt noch das Glücksboot im Sachsenpark) asiatischen All-you-can-eat-Buffets in Leipzig getestet, die ich kenne. Ich würde mich sehr über Informationen freuen (im Kommentarbereich oder per Mail), wo ein solches Angebot noch besteht. Vielen Dank!

Fazit:
Auch wenn unter 10€ für ein reichhaltiges Mittagsbuffet natürlich immer ein guter Preis ist, zeigt das Restaurant Goldene Kugel, dass eine zentrale Lage nicht alles ist. Fast unzumutbar zähes Fleisch und wenige warme Speisen sprechen (vor allem im Vergleich mit den hier bereits vorgestellten anderen Leipziger Buffetrestaurants) leider eine recht klare Sprache. Schade. Immerhin punktet die Goldene Kugel mit exotischen Angeboten, auch wenn man diese teilweise nicht aus dem asiatischen Raum kennt.

Fakten:

Name Restaurant Goldene Kugel
Adresse Richard-Wagner-Str. 10, 04109 Leipzig
Stadtteil Zentrum
Preisspanne Hauptgerichte 8,90-11,90€ (Mittagsbuffet), 15,90-18,90€ (Abend- und Wochenendbuffet)
Barrierefreiheit niedrige Schwelle am Eingang
Sauberkeit sehr gut

Restaurant Confucius

UPDATE: Das Restaurant Confucius ist leider dauerhaft geschlossen.

 

Das Restaurant Confucius befindet sich in der Nikolaistraße in der Leipziger Innenstadt. Es handelt sich dabei um ein typisches Buffet-Restaurant. Es besitzt zwar auch eine eigene Speisekarte, die meisten Gäste entscheiden sich jedoch für das Buffet. Wie im Restaurant Asia Garden gibt es zwei Varianten, ein Mittagsbuffet und das Abendbuffet mit Teppanyaki-Grill-Angebot.

Zunächst ist die Größe des Restaurants, das meines Wissens leider nicht barrierefrei erreichbar ist, erstaunlich. Es verfügt über viele abtrennbare Bereiche, sogar ein Balkon, der innerhalb der Passage überdacht ist, wartet auf kleinere Gruppen. Die Bedienung arbeitet zügig und wirkt kompetent. Ich besuche das Restaurant zum Mittagsbuffet, welches mit 7,50€ zu Buche schlägt.

Das Buffet bietet eine große Vielfalt an Speisen. Von verschiedenen panierten Fleisch- und Gemüsearten, über Sushi und bereits fertig kombinierte Gerichte bis hin zu Salat und Eis als Nachtisch wird man hier fündig. Das allein rechtfertigt wohl schon den etwas höheren Preis im Vergleich zu den bisher vorgestellten Buffetrestaurants (ein Klick auf das Schlagwort Buffet erzeugt eine Auflistung aller bisherigen Tests).  Bei einer solchen Auswahl ist erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit der „Mittelmäßigkeit“ aller Speisen recht hoch. Im Confucius mache ich jedoch eine andere Erfahrung.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Der tiefste Eindruck, welchen das Essen hinterlassen hat, besteht nämlich in dessen schwankender Qualität. Das Kung Bao-Hähnchen, welches normalerweise zu den scharfen Gerichten der Szechuan-Küche zählt, kann hier maximal als einigermaßen gut gewürzt bezeichnet werden und auch in sonstiger Hinsicht nicht mit dem eigentlichen Geschmack der Speise mithalten. Das Gericht „8 Kostbarkeiten“, welches man häufig auf den Karten asiatischer Restaurants findet, zeigt eine ausgewogene Mischung mit gutem Geschmack, vor allem, was die Soße betrifft. Das Buffet bietet jedoch insgesamt sehr wenig für Liebhaber der scharfen asiatischen Küche, selbst die als scharf deklarierte Soße kann den Erwartungen nicht gerecht werden. Positiv hervorzuheben ist hingegen das Rindfleisch mit Zwiebeln in dunkler Soße, welches durch die ideale Form der Fleischstückchen (fadenartige Form, die das generell manchmal etwas zähe Rindfleisch sehr gut genießbar macht) und die hervorragend passende Soße besticht. Die gebackene Ente allerdings enttäuscht in hohem Maße. Kleine Knorpel im Fleisch und ein insgesamt etwas „überlagerter“ Geschmack lassen mich das Probieren dieser Buffetkomponente schnell einstellen.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Unbedingt kosten sollte man die Jiaozi (im Bild links oben). Dabei handelt es sich um gefüllte Teigtaschen, die sich in Asien großer Beliebtheit erfreuen, hierzulande jedoch neben den allseits bekannten Frühlingsrollen ein eher stiefmütterliches Dasein fristen. Es gibt verschiedene Varianten für die Füllung (z.B. Hackfleisch, Shrimps, usw.), die hier beschriebenen Jiaozi warten mit einer sehr ansprechenden Gemüsefüllung auf. Offensichtlich werden die Teigtaschen im Restaurant eigens angefertigt, und das schmeckt man.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Dass es auch mittags Sushi und für asiatische Buffets recht vielfältigen Nachtisch gibt, spricht weiterhin für das Restaurant Confucius. Zum Abschluss wird ein feuchtes Tuch zum Säubern der Hände gereicht – eine Geste, die man sonst eher in höherpreisigen Restaurants vorfindet.

Fazit:
Wer einen vielfältigen Einblick in die asiatische Küche bekommen möchte, ist beim Buffet des Restaurants Confucius gut aufgehoben. Zwar ist die Qualität der Speisen sehr unterschiedlich, aber gerade das Angebot einiger hierzulande nicht überall zu findender Gerichte macht einen Besuch lohnenswert. Wer vollkommene Authentizität und durchgehend hohe Qualität sucht, wird im Confucius (und in der entsprechenden Preisklasse) eher nicht fündig.

Fakten:

Name Restaurant Confucius
Adresse Nikolaistraße 6-10, 04109 Leipzig
Stadtteil Zentrum
Preisspanne Hauptgerichte 7,50€ (Mittagsbuffet), 15,90€ (Abend- und Wochenendbuffet)
Barrierefreiheit nein
Sauberkeit sehr gut

Restaurant „Aufgehende Sonne“

Endlich gibt es wieder etwas von einem asiatischen Buffet zu berichten. Diesmal besuchte ich das Restaurant „Aufgehende Sonne“ in Schönefeld. Schon von Weitem ist die Werbung für tägliches (zumindest während der jüngst verkürzten Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag) asiatisches Buffet zu sehen. Offensichtlich lernen viele Besucher das Restaurant über diverse Rabattaktionen kennen, in Rezensionen ist beispielsweise von Groupon die Rede und auch im aktuellen Gutscheinbuch für Leipzig ist eine Vergünstigung enthalten.

Das Restaurant liegt direkt an der Straßenbahnhaltestelle und ist somit sehr bequem zu erreichen. Das Innere des Lokals ist typisch asiatisch eingerichtet, verzichtet jedoch auf zu übermäßigen Kitsch. Auf den ersten Blick erscheint das Buffet vergleichsweise klein (zumindest wenn man die Erfahrungen aus dem Restaurant Asia Garden und der Goldenen Krone zugrundelegt). Etwa 10 Hauptspeisen warten darauf, probiert zu werden, dazu gibt es diverse Soßen, Beilagen und Salat.

Trotz der zunächst überschaubar scheinenden Vielfalt – von einigen Fleischsorten ist nur ein Gericht im Angebot – überzeugt mich der Geschmack der Speisen sofort. Die zur Verfügung stehenden Soßen decken ein breites Spektrum ab (Hoison, süß-sauer, süß-scharf, Curry und die als Soße eher ungewöhnliche reine Kokosmilch) und ergänzen die Hauptgerichte, welche teilweise zusätzlich eigene Soßen bieten, nach Belieben. Das Fleisch ist durchweg zart, frisch und saftig; es gibt sogar ein Gericht mit Leber. Das Gemüse ist frisch und vor allem die Sojasprossen haben einen kräftigen Eigengeschmack, den man so nicht häufig findet. Die Frühlingsrollen sind trotz ihrer geringen Größe selbst hergestellt. (Oft findet man bei Buffets zwei verschiedene Sorten dieser asiatischen Spezialität, zum einen die kleinen vegetarischen Frühlingsrollen, die jedoch meist als Massenware gekauft werden, und zum anderen die etwas größeren, selbst produzierten und häufig fleischhaltigen Rollen. Der Unterschied ist meist gut anhand von Aussehen und Geschmack erkennbar.)

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Der Nachtisch wird etwas verzögert bereitgestellt und besteht aus gebackener Banane, Krabbenchips und dem bereits seit Anfang zur Verfügung stehenden Obst und Salat. Die gebackene Banane ist zusammen mit der Kokosmilch ein echter Gaumenschmaus und lässt mich schließlich doch mehr essen als geplant ;-).

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Einige Kritikpunkte müssen trotz allem noch geäußert werden. Das Buffet bietet für Vegetarier nur eine sehr beschränkte Auswahl. Nur ein Hauptgericht ist fleischlos und Tofu fehlt vollkommen. Auch die Gemüsevielfalt hält sich in Grenzen, in fast jedem Gericht findet man dieselbe Gemüsemischung, die schließlich auch noch als vegetarische Mahlzeit angeboten wird. Die Gerichte werden zwar nachgefüllt, allerdings entsteht das Gefühl, dass dies eher „kurz vor knapp“ geschieht, wenn das entsprechende Gefäß bereits fast vollständig geleert ist. Bei dem gebotenen Preis-Leistungsverhältnis (es handelt sich um das meines Wissens billigste asiatische Buffet in Leipzig) kann man – zumindest als Nicht-Vegetarier – jedoch problemlos über diese Punkte hinwegsehen.

Fazit:
Das Restaurant „Aufgehende Sonne“ bietet ein preiswertes All-you-can-eat-Buffet mit den bekanntesten asiatischen Speisen. Die Auswahl ist zwar überschaubar, dafür ist das Angebot geschmacklich sehr überzeugend. Für Vegetarier kann keine Empfehlung ausgesprochen werden, alle anderen können es sich für einen vergleichsweise kleinen Obolus bedenkenlos schmecken lassen.

Fakten:

Name Restaurant „Aufgehende Sonne“
Adresse Ossietzkystr. 1, 04347 Leipzig
Stadtteil Schönefeld
Preisspanne Hauptgerichte Mittagsbuffet 5,90€ (Do und Fr), Abendbuffet 7,50€ (Do) bzw. 8,50€ (Fr bis So)
Barrierefreiheit Hintereingang barrierefrei (allerdings viele Türen), 3 Stufen am Vordereingang
Sauberkeit sehr gut

Asia-Restaurant Goldene Krone

Nach dem Bistrobesuch wurde es wieder Zeit für ein asiatisches Angebot, welches mir besonders am Herzen liegt: Buffet. Es gibt in Leipzig einige Restaurants, welche Buffet zur Mittags- und Abendzeit anbieten und damit die Möglichkeit eröffnen, viele verschiedene Speisen zu testen und sich für vergleichsweise wenig Geld einen guten Überblick über die Geschmacksrichtungen der asiatischen Küchen zu machen. Bisher habe ich hier im Blog allerdings lediglich über ein Lokal mit Buffetangebot, das Restaurant Asia Garden, berichtet. Höchste Zeit also, die Palette zu erweitern, und zwar mit dem Asia-Restaurant Goldene Krone in Leipzig-Connewitz.

Der Tipp für dieses Restaurant stammt von meinen Kollegen und damit trafen sie wohl den Nagel auf den Kopf. Bei meiner Ankunft hatte die Bedienung trotz des sehr großen Lokals bereits Schwierigkeiten, einen Tisch für zwei Personen zu organisieren, da fast alle Plätze belegt waren, teilweise auch mit größeren Gruppen. Glücklicherweise fand sich dann doch noch ein Tisch und damit stand dem Probieren nichts mehr im Wege.

Positiv fielen mir jedoch zunächst die für ein All-you-can-eat-Restaurant moderaten Getränkepreise auf. Das Buffet wirkt auf den ersten Blick vielfältig und gut bestückt – tatsächlich gab es während meines gesamten Besuches keine Speise, die zu irgendeinem Zeitpunkt am Buffet vergriffen war. Ein großer Pluspunkt!

Das Angebot erstreckte sich von Peking-Suppe (leider die einzige Suppe, da hätte ich mir noch mehr gewünscht bei einem sonst recht großen Buffet) und Frühlingsrollen (sowohl die fertigen vegetarischen als auch die selbst gemachten mit Fleischfüllung) über gebackenes Fleisch und Fisch, zusammengestellte Gerichte (Schwein, und Hühnchen, u.a. in Curry und vegetarische mit Tofu und Gemüse) bis hin zu Sushi, Salat, Kuchen und anderen Süßspeisen.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Geschmacklich besonders gut gelungen war die Erdnusssoße, das Gemüse mit Tofu und die gebratenen Sojasprossen, welche eigentlich als Beilage zum gebackenen Entenfleisch präsentiert wurden. Links im Bild sieht man weiterhin gebackene Banane, ein Nachtisch, der eigentlich gar nicht ausgelassen werden kann. Besonders für die Kinder (die zu einem geringeren Preis am Buffet teilnehmen können) werden auch Pommes und Götterspeise angeboten.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Etwas kritisch muss man wohl das Sushi sehen. Es ist zunächst erstaunlich und längst nicht selbstverständlich, dass dieses im Preis enthalten und auch in verschiedenen Formen vorhanden ist. Ich bin kein großer Sushikenner, habe aber trotzdem probiert und musste feststellen, dass der typische Sushigeschmack fehlte und hier auch die Frische der Zutaten bemängelt werden kann. Außerdem erschienen einige andere Speisen eher fad und hätten vielleicht von etwas mehr Sorgfalt bei der Zubereitung profitiert. Trotzdem sind dies angesichts der großen Auswahl nur kleine Kritikpunkte.

Fazit:
Viel Platz, moderate Getränke- und Buffetpreise, eine große Auswahl, Sushi inklusive und kein langes Anstehen: Dieses Angebot hält, was es verspricht. Zwar bringt die Fülle der unterschiedlichen Speisen auch ein kleines Qualitätsminus mit sich, aber Gegenteiliges lässt sich wahrscheinlich nur in einer höheren Preisklasse realisieren. Solides Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fakten:

Name  Asia-Restaurant Goldene Krone
Adresse  Wolfgang-Heinze-Str. 39, 04277 Leipzig
Stadtteil  Connewitz
Preisspanne Hauptgerichte  9,50€ (Buffet abends), 7,80€ (Buffet mittags)
Barrierefreiheit  nein
Sauberkeit  gut

Restaurant Asia Garden

Das Restaurant Asia Garden besitzt ein etwas anderes Flair als die bisher beschriebenen Lokalitäten. Dies liegt vor allem daran, dass es sich hier um ein wirkliches Restaurant handelt. Die Preise sind dementsprechend auch höher – bis zu 16,90€ für Fischgerichte. Ich war hier das zweite Mal zu Gast – jedoch nicht, um à la carte zu essen, sondern aufgrund des Buffets. Dieses Angebot besteht an jedem Tag. Mittags gibt es eine Zusammenstellung asiatischer Gerichte, abends wird zusätzlich der mongolische Grill angeworfen. Dort kann man sich die Speisen und Soßen selbst zusammenstellen, welche dann auf dem Grill zubereitet werden.

Die Preise für das Buffet bedürfen einer gesonderten Erläuterung. Es gibt eine Staffelung nach Wochentagen bzw. Wochenende, sowie nach Mittags- oder Abendzeit. Rabatte werden sowohl für Kinder bis 9 Jahre, als auch für Studenten gewährt. Letzteres wurde mir jedoch bei beiden bisherigen Besuchen zum Verhängnis. Die Mitarbeiter weigerten sich in beiden Fällen, mir den Studentenrabatt zu gewähren, da ich diesen nicht rechtzeitig (bei der Bestellung) angekündigt hatte. Dazu muss man sagen, dass mittags davon ausgegangen wird, dass man das Buffet wählt und daher eine eigentliche Bestellung nicht stattfindet. Beim zweiten Besuch erwähnte ich meinen Studentenstatus, als der Kellner die Getränke servierte – abermals zu spät. Dies sorgte durchaus für Frustration.

Das asiatische Buffet bietet eine reichhaltige Auswahl an Speisen und entschädigte zumindest teilweise für das initiale Erlebnis. Reis und Nudeln werden als Grundlage angeboten, ebenso wie verschiedene Fleischsorten (darunter auch Ente und thailändische Hühnchenspieße) und Soßen. Zusätzlich stehen Gerichte mit Fleisch/Tofu, Gemüse und dazugehöriger Soße bereit. Besonders empfehlenswert ist das Tofu sowie das Rindfleisch in Bohnenpaste (Achtung, Knoblauch!). Als Nachspeise gibt es gebackene Banane – lecker! Außerdem steht ein Salatbuffet, frisches Obst und Götterspeise zur Verfügung. Die verschiedenen Angebote zeigten unterschiedliche Qualitäten; das Fleisch kam teilweise etwas zäh und geschmacklos daher, das Gemüse war jedoch frisch und gut zubereitet. Die verschiedenen Gerichte bieten für jeden Geschmack etwas.

Buffetauswahl

Buffetauswahl

Die Gestaltung des Innenraums kann trotz aller Eleganz nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass es eine große Halle ist, die etwas Kantinenflair verströmt. Die in Holz gehaltenen Einrichtung und nicht zuletzt die Kois im Eingangsbereich lassen diesen Umstand jedoch recht schnell vergessen. Es gibt viel Platz zwischen den Tischen und alles ist flach, sodass der Weg zum Buffet ungestört zu bewältigen ist.

Fazit:
Das Buffet ist gut, wenn auch nicht perfekt, das Angebot ist reichhaltig. Die überholt erscheinende Regelung der ermäßigten Preise hat jedoch einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Fakten:

Name  Restaurant Asia Garden
Adresse  Kohlgartenstraße 63, 04315 Leipzig
Stadtteil  Neuschönefeld
Preisspanne Hauptgerichte  6,50€ – 16,90€ (Mittagskarte 4,80€ – 6,90€)
Barrierefreiheit  ja
Sauberkeit  sehr gut