Rückblick auf den StreetFood-Markt auf der Feinkost

In vielen asiatischen Ländern gehört Street Food zu den Bildern des Alltags. Garküchen stehen in großen Städten an jeder Straßenecke und bieten frisch hergestellte Speisen feil. In ländlichen Regionen zaubern die Bewohner an Flussufern zur Mittagszeit Köstlichkeiten, die von den auf Booten vorbeifahrenden Menschen dankbar in Anspruch genommen werden.

Einen kleinen Eindruck von diesem Flair, das längst nicht nur in Asien beheimatet ist (man denke nur an deutsche Eisdielen im Sommer), bot die Feinkost auf der Karli am vergangenen Freitag. Angekündigt war ein Mix von Offerten aus vielen verschiedenen Ländern, zu kleinen Preisen. Vorgestellt hatte ich mir viele Stände mit der Möglichkeit, viel zu probieren. Überrascht war ich von der Menschenmenge. Klar, da hatten über 1000 Leute auf Facebook ihre Teilnahme angekündigt und das bei einem 5-Stunden-Event. Und klar, alle gehen zur besten Abendessenzeit hin. Aber es war wirklich voll. Das spricht zumindest für die Idee, die an diesem Tag auf der Feinkost Premiere feierte. Vermutlich würde eine solche Veranstaltung sogar noch gelingen, wenn sie im Sommer jeden Monat stattfinden würde.

Doch viel interessanter ist ja das Essen: Tatsächlich gab es eine Vielzahl verschiedener Gerichte und Angebote: indonesische Rindfleischpfanne, georgische Grillspezialitäten, Kameruner Hefeteigbällchen, vietnamesische Reisnudeln, chinesische Teeeier, … Auch wenn ein Rundgang einem kleinen Kraftakt glich, war schon der Anblick der vielen kleinen Garküchen den Besuch wert.

StreetFood Markt: Georgisch

Georgische Grillspezialitäten

StreetFood Markt: Spanisch

StreetFood Markt: Bereitstehendes Essen

Probiert hätte ich gern mehr, doch die meisten Angebote waren wohl tatsächlich als vollständige Mahlzeiten gedacht (auch wenn die Portionsgröße das nicht immer vermuten ließ), meist lagen die Preise um die 5€. Natürlich musste die Reise mit einem Ausflug in die chinesische Küche beginnen, es gab Klebreis mit flambierter Dattel im Bambusblatt für 2,50€ vom Plagwitzer Chinabrenner (der auch Jiao Zi und Teeeier im Angebot hatte). Lecker!

Klebreis mit flambierter Dattel im Bambusblatt

Klebreis mit flambierter Dattel im Bambusblatt

Für süße Speisen sorgten weiterhin Stände mit einem Kuchenangebot und der Kameruner Beignet-Bäcker. Geschmacklich erinnern diese sehr an Kräppelchen, werden jedoch ohne Milch und Ei hergestellt und wurden vor Ort frisch gebacken.

Kameruner Beignets (frittierte Hefeteigbällchen)

Kameruner Beignets (frittierte Hefeteigbällchen)

Wem nach diesen „Appetithäppchen“ der Sinn nach etwas Herzhafterem stand, der sollte zeitig vor Ort gewesen sein. Gegen halb 8 mussten die beliebtesten Stände bereits verkünden, dass die Vorräte zur Neige gehen, kurze Zeit später waren viele Gerichte ausverkauft. Somit bin ich leider nicht mehr in den Genuss des veganen Erdnusscurrys oder der indonesischen Rindfleisch-Seidentofu-Kombo gekommen. Auch der Stand mit den berühmten Hanoier Reisnudeln hatte die Nachfrage unterschätzt, behalf sich aber kurzer Hand und bot das Gericht in leicht veränderter Form zum reduzierten Preis an. Die Zutaten waren frisch und die Soße gab einen Einblick in die erhoffte Exotik des Abends.

StreetFood Markt: Hanoier Reisnudeln

Hanoier Reisnudeln

Fazit:
Der StreetFood-Markt steckte sichtbar noch in den Kinderschuhen, neben dem schlechten Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage hätte man sich vielleicht auch etwas ausgefallenere Angebote und mehr Fingerfood zum kleinen Preis gewünscht. Das Publikum für eine solche Veranstaltung ist aber ohne Frage vorhanden und somit bleibt nur zu wünschen, dass der nächste StreetFood-Markt nicht lange auf sich warten lässt.

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