TOBAGI

Der Anlass zum Test dieses Lokals war leider kein sonderlich freudiger. Mein jahrelanger Begleiter zu den asiatischen Imbissen und Restaurants Leipzigs verlässt die Stadt und das Land und kann mir ab jetzt nur noch theoretisch von seinen kulinarischen Entdeckungen berichten. Für den letzten gemeinsamen Praxistest wählten wir ein kleines koreanisches Restaurant, welches sich unweit des Vitha-B befindet.

Das TOBAGI bietet eine zwar überschaubare, doch Appetit machende Mittagskarte mit bezahlbaren Preisen. Auch das Innere der Räumlichkeit erscheint überschaubar. Zwar gibt es weitere Sitzplätze im Keller des Gebäudes, zur Mittagszeit waren jedoch nur die fünf bis sechs Tische im oberen Teil nutzbar. Wir besetzten den letzten freien und bestellten Bibimbap (vegetarischer Reistopf mit Peperonipaste, 6€) und Däzi-Bulgogi (Schweinefleisch mit Gemüse und Reis, 5€). Der Inhaber des Restaurants ist gleichzeitig Bedienung und Koch, die Küche befindet sich unmittelbar hinter der Theke, man kann die Zubereitung der Speisen also per Schulterblick verfolgen.

Die Menge des Essens war auf den ersten Blick nicht sehr üppig, was sich im Verlaufe und besonders am Ende der Mahlzeit auch bestätigte. Für den Preis könnte man vielleicht mehr erwarten, allerdings handelt es sich hier wohl auch um relativ authentische Speisen und nicht um den Mischmasch-Asiaten um die Ecke.

Bibimbap ist ein bekanntes Gericht der koreanischen Küche und wird ungemixt serviert, d.h. alle Zutaten sind sich noch säuberlich sortiert. Vor dem Essen ist es üblich, den Reis, das Gemüse und die Würzpaste, welche recht scharf ist, zu vermengen. Leider konnte ich mich nicht bremsen, sodass ein Bild erst nach dieser Aktion entstand. Gegessen hatte ich davon allerdings noch nichts.

TOBAGI: Bibimbap

Bibimbap

Däzi-Bulgogi klingt hingegen wie ein typisches asiatisches Gericht und stellte sich auch geschmacklich als solches heraus. Die Qualität des Fleischs ließ leider zu wünschen übrig, einige knorplige Stücke schränkten den Genuss ein. Bemerkenswert ist auch die Preis-Staffelung der Mittagsgerichte. Während in den meisten asiatischen Imbissen und Restaurants Hühnerfleisch etwas billiger als Schweinefleisch angeboten wird, ist es im TOBAGI andersherum: Dasselbe Gericht mit Hühnchen kostet einen Euro mehr. Und auch das vegetarische Bibimbap ist teurer als das schweinefleischhaltige Däzi-Bulgogi.

Däzi-Bulgogi

Däzi-Bulgogi

Trotz der Nachfrage der Bedienung, ob das Gericht scharf gewünscht wird („ein bisschen scharf, bitte“), würde ich es maximal als gut gewürzt bezeichnen. Die Sesamkörner verleihten dem Fleisch jedoch einen exotischen Hauch.

Fazit:
Das TOBAGI befindet sich in einer Seitenstraße der Karl-Liebknecht-Straße und hat somit eine sehr gute Lage. Leider hat die Menge der Speisen und besonders beim Däzi-Bulgogi die Qualität nicht überzeugt. Für Feinschmecker ist das Lokal jedoch durchaus einen Besuch wert, da man hier etwas Authentizität spüren und schmecken kann.

Fakten:

Name TOBAGI
Adresse Riemannstraße 52, 04107 Leipzig
Stadtteil Zentrum-Süd
Preisspanne Hauptgerichte 5€ – 6,80€ (Mittagskarte), 7,50€ – 13,90€ (normale Speisekarte, Sushi einzeln billiger)
Barrierefreiheit eingeschränkt: eine Stufe am Eingang
Sauberkeit gut

Danke an André für die Bereitstellung der Fotos.

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