Funke – moderne chinesische Küche

Viele Leute verbinden ja mit asiatischer Küche vor allem gebratene Nudeln mit Hähnchen. Obwohl die Beliebtheit dieses Gerichts natürlich für sich spricht, entstehen doch immer wieder Initiativen von Restaurantbesitzern, authentische asiatische Küche anzubieten und diese somit auch bekannter zu machen. Seit einigen Tagen gibt es in Leipzig nun auch die Möglichkeit, authentische chinesische Gerichte in einer etwas legereren Atmosphäre im Imbissstil zu genießen. Das Funke bietet in der Südvorstadt Tee und chinesisches Essen (bei Interesse auch in Buffetform) an.

Dass das Lokal erst vor wenigen Tagen geöffnet hat, kann man vielleicht noch an den sogenannten Probeöffnungszeiten und der etwas improvisiert wirkenden Angebotsliste über dem Tresen erkennen. Die Einrichtung ist zwar stimmig, vermittelt jedoch den Eindruck, dass da mit den Bartischen etwas Platz verschwendet wurde. Dennoch ist es gemütlich und die hübsche Tischdekoration lässt die restliche Imbissatmosphäre etwas in den Hintergrund treten.

Wir bestellen drei Gerichte: Gekochte Teigtaschen mit Schweinefleischfüllung, gedünstete Schweinerippchen und Tofu in scharfer Soße (Mapo Tofu). Die Teigtaschen kommen schon nach kurzer Zeit und offenbaren ein wirklich wunderbares Geschmackserlebnis. Ich habe schon in einigen Restaurants Jiaozi und andere chinesische Teigtaschen probiert, doch das Gericht im Funke übertrifft fast alles: Saftiges Fleisch mit einer angenehmen Würzung, die weder zu intensiv noch zu bescheiden auftritt, befindet sich in kleinen Nudelteigtaschen, die offenbar genau die richtige Zeit gekocht wurden, um nicht zu zerfallen und dennoch gar zu sein. Die dazu angeboteten Dips (Essig und/oder scharfe Soße) passen wunderbar. Trotz der geäußerten Warnung über den Schärfegrad des Dips ist dieser für europäische Gaumen noch gut genießbar und wartet nicht nur mit Schärfe, sondern auch mit Geschmack auf.

Jiaozi

Gekochte Teigtaschen mit Schweinefleischfüllung

Nach einer solch überzeugenden Vorspeise sind wir natürlich auf die beiden folgenden Gerichte gespannt. Die Schweinerippchen bieten, wie erhofft, zartes Fleisch. Die gesamte Speise ist offenbar mit der beliebten chinesischen Fünf-Gewürze-Mischung (traditionell bestehend aus Sternanis, Szechuanpfeffer, Zimtkassie, Fenchel und Gewürznelke) aromatisiert. Dazu gibt es auch etwas Gemüse: Karotten und Kartoffeln, die augenscheinlich kurz frittiert wurden. Das schmeckt zwar lecker und passt sehr gut zur Würzung, lässt das gesamte Gericht jedoch noch etwas fettlastiger werden, also es ohnehin schon ist.

Rippchen

Gedünstete Schweinerippchen in dunkler Soße mit Reis

Schließlich kommen wir zu unserem ultimativen Vergleichsgericht: Mapo Tofu. Ähnlich wie die Teigtaschen habe ich dieses traditionelle Gericht aus der chinesischen Provinz Szechuan schon in verschiedenen Lokalen probiert, zuletzt unter anderem im China-Restaurant Zhang. Es besteht aus Seidentofu und Gehacktem in einer scharfen Soße, die neben Chili auch Szechuanpfeffer und fermentierte (Soja-)Bohnen enthält. Diese Mischung sorgt dafür, dass das Gericht zwar normalerweise sehr scharf, aber dennoch aromatisch schmeckt. Genau diesen Eindruck hinterlässt auch das Mapo Tofu im Funke. Der Tofu ist wunderbar zart und das Fleisch muss man, im Vergleich zu demselben Angebot in anderen Lokalen, nicht lange suchen. Allein eine Prise mehr Szechuanpfeffer hätte das Gericht noch perfektionieren können. Der Schärfegrad war für mich sehr gut aushaltbar, vielleicht sollte man bei einer Abneigung gegen Chili dennoch vorsichtig sein.

MapoTofu

Tofu-Würfel und Gehacktes in scharfer Soße (Mapo Tofu)

Das Restaurant steht noch in den Startlöchern und man darf sicher gespannt sein, welche Angebote es in Zukunft geben wird. Die Inhaberin hat bei ausreichender Nachfrage auch ein authentisches Buffet und neue Gerichte in Aussicht gestellt.

Fazit:
Im Funke gibt es keinen Asia-Mischmasch, sondern authentische chinesische Gerichte zu angemessenen Preisen. Das ist lecker und erweitert den kulinarischen Horizont – daher eine uneingeschränkte Empfehlung!

Fakten:

Name Restaurant Funke – moderne chinesische Küche
Adresse , 04275 Leipzig
Stadtteil Südvorstadt
Preisspanne Hauptgerichte 5,50€-14,50€
Barrierefreiheit nein
Sauberkeit gut
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Huong Duc

Leider bleiben ja nicht alle Imbisse und Restaurants, die man mag, für immer geöffnet. So ist es mir auch mit dem Vitha-B in der Karli ergangen, von welchem ich bei meinem ersten Besuch wirklich begeistert war. Inzwischen hat sich dort aber ein neuer vietnamesischer Imbiss niedergelassen, das Huong Duc. Nichts wie hin zum Testen!

Im Inneren des Lokals hat sich nicht viel verändert. Die Wandbemalungen und die Raumaufteilung erscheinen identisch. Neben den Sitzgelegenheiten vor und in dem Imbiss gibt es auch einen Hinterhof, in dem einige Tische in angenehmer Atmosphäre aufgestellt sind. Durch die vielen großen Schirme bleibt man dort auch vor kleineren Schauern gut geschützt.

Die Karte erinnert inzwischen mehr an einen typischen Asia-Imbiss. Verschiedene Soßen, kombiniert mit Fleisch, Fisch oder Tofu und gebratener Reis bzw. gebratene Nudeln machen den Hauptteil des Angebots aus. Es gibt auch einige vietnamesische Spezialitäten, vor allem Pho-Suppen. Ich habe diesmal ein paar Leute zum Testen mitgebracht, sodass wir verschiedene Gerichte ausprobieren können. Wir entscheiden uns für gebratenen Reis mit knuspriger Ente, Chinapfanne mit Tofu, Glasnudelsalat (der übrigens als Sonderangebot angepriesen wird und nicht auf der regulären Karte zu finden ist) und eine Schale Glasnudeln mit Hähnchen, Zwiebeln und Shiitake-Pilzen.

Die Gerichte entsprechen optisch den Erwartungen an einen asiatischen Imbiss. Geschmacklich allerdings leider auch, da bis auf den Glasnudelsalat die Würzung eher zurückhaltend bleibt. Das Gemüse im gebratenen Reis könnte etwas mehr vorhanden sein, allerdings ist der Reis von vergleichsweise vielen Entenstücken bedeckt.

Ente

Gebratener Reis mit knuspriger Ente

Tofu

Reis mit Tofu und Gemüse in dunkler Soße

Das Gemüse in der Chinapfanne ist frisch und der Tofu reichlich vorhanden. Auch der Glasnudelsalat kann durch die Zutaten und Würzung überzeugen und ist wohl das schmackhafteste Gericht unserer Auswahl. Die Schale Glasnudeln enttäuscht. Es handelt sich um eine Suppe (das war aus der Beschreibung nicht zu erkennen) und die versprochenen Shiitake-Pilze sind nicht auffindbar. Stattdessen gibt es Mu-Err-Pilze. Die bekannten vietnamesischen Gewürze, die sonst für den typischen Pho-Geschmack sorgen, sind zwar vorhanden, ihr Aroma ist aber in der Suppe kaum auszumachen. Dafür schmeckt das Hähnchen lecker und das Gemüse wurde auch für dieses Gericht frisch zubereitet.

Glasnudelsalat

Glasnudelsalat mit Hähnchen

Suppe

Glasnudelsuppe mit Hähnchen

Zu erwähnen ist noch die äußerst sympathische Begrüßung und Bedienung der Gäste. Obwohl keine Flyer mit der Speisekarte mehr vorrätig waren, durfte ich ganz unkompliziet die Karte fotografieren (das ist längst nicht in jedem Imbiss der Fall). Damit fallen für mich auch die genannten Kritikpunkte etwas weniger ins Gewicht.

Fazit:
Das Huong Duc lockt mit einem großen Angebot zu bezahlbaren Preisen und sehr freundlichen Mitarbeitern. Geschmacklich gibt es in der näheren Umgebung jedoch bessere Imbiss-Alternativen (beispielsweise die Filialen von Fam. Tran Phat).

Fakten:

Name Huong Duc
Adresse Karl-Liebknecht-Straße 13, 04107 Leipzig
Stadtteil Zentrum-Süd
Preisspanne Hauptgerichte 3,90€ – 7,90€
Barrierefreiheit nein
Sauberkeit gut

Besuto Sushi & More

Huch, Sushi? Keine Angst, ich bin meiner Philosophie treu geblieben und habe nicht plötzlich meine Liebe zu rohem Fisch auf kaltem Reis mit Algen entdeckt. Daher habe ich den Imbiss in der Prager Straße am Ostplatz auch recht lange ignoriert. Als ich dann aber doch einen Blick auf den Flyer geworfen habe, war schnell klar, dass das Besuto trotzdem ein guter Kandidat für einen kleinen Imbisstest ist. Gedacht, getan.

Im Besuto Sushi & More darf man nämlich das „Mehr“ nicht unterschätzen: Etwa die Hälfte des Angebots besteht aus Sushi, die andere Hälfte sind vietnamesische und andere asiatische Gerichte. Besonders groß ist die Auswahl an kleinen Speisen, wie Suppen und Salaten. Es gibt einige vietnamesische Hauptgerichte (die üblichen Verdächtigen, wie Reisbandnudelsuppen oder gebratene Reisnudeln), Currys, sowie einige vegetarische Angebote.

Die Räumlichkeiten sind stilvoll und sauber. Es stehen sowohl vor als auch im Imbiss einige Tische und Stühle bereit, sodass man das Essen gleich vor Ort genießen kann. Das lohnt sich vor allem optisch. Die Speisen sind schon in der Schüssel ein Augenschmaus und zeugen von einem liebevollen Blick fürs Detail und die Gesamtkomposition. Wir entscheiden uns für zwei Klassiker: Bun Bo Nam Bo (Reisnudeln mit Rindfleisch, 6,50€) und Bun Nem (Reisnudeln mit Frühlingsrollen, 5,90€).

Bun Nem

Bun Nem (Reisnudeln und Frühlingsrollen mit Salat, Erdnüssen, asiatischen Kräutern und Limettendressing)

Die Frühlingsrollen sind selbstgemacht und die geschmacklich herausragendste Komponente des Gerichts. Der Salat ist noch okay, aber leider nicht mehr taufrisch. Die Reisnudeln haben eine gute Konsistenz, allerdings muss man einen Teil davon „trocken“ verzehren, da leider nicht genügend Limettendressing für alle vorhanden ist. Beim zweiten Gericht (Reisnudeln mit Rindfleisch) befindet sich zwar ausreichend Flüssigkeit in der ovalen Schüssel, da es neben dem Limettendressing auch noch eine Soße zum Fleisch gibt, allerdings hat letztere keinen klar definierten Geschmack und ist somit eher schmückendes Beiwerk. Das Fleisch ist größtenteils zart, hat aber hier und da einige durchwachsene Stellen. Das frische Gemüse gibt dem Gericht einen zusätzlichen Farbtupfer.

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Bun Bo Nam Bo (Reisnudeln mit Rindfleisch, Salat, Zitronengras, Erdnüssen, asiatischen Kräutern und Limettendressing)

Das Sushi habe ich nicht probiert und keiner der Gäste, die in der Zeit meiner Anwesenheit etwas bestellt haben, haben sich für Sushi entschieden. Vielleicht hat ja ein Leser Erfahrungen gemacht und kann in den Kommentaren davon berichten. Ich würde mich freuen!

Fazit:
Das Besuto Sushi & More bietet in stilvoller Atmosphäre Gerichte zu Imbisspreisen. Auch wenn es qualitativ noch etwas Spielraum zur Verbesserung gibt, sind die authentischen vietnamesischen Speisen dennoch einen Besuch wert.

Fakten:

Name Besuto Sushi & More
Adresse Prager Straße 35, 04317 Leipzig
Stadtteil Reudnitz
Preisspanne Hauptgerichte 5€ – 7,50€
Barrierefreiheit teilweise (Tische vor der Tür, eine Stufe am Eingang)
Sauberkeit sehr gut

Dr. Wok

Es ist nun schon einige Zeit her, dass ich das letzte Mal im Paunsdort-Center war und dort ein asiatisches Restaurant (das Lung Phung) testete. Diesmal habe ich die Gelegenheit genutzt, um einen Imbiss zu testen, der sich am gegenüberliegenden Ende des Einkaufszentrums befindet, nämlich Dr. Wok.1 Um die Mittagszeit war der Imbiss sehr gut besucht.

Das Angebot zeigt bereits, dass es sich bei Dr. Wok nicht nur um einen typischen Asia-Imbiss-um-die-Ecke handelt. Es gibt zwar auch hier gebratene Nudeln (die wohl augenscheinlich auch zu den Favoriten der Kundschaft zählen), aber der Großteil der angebotenen Gerichte lässt ahnen, zunächst dem Namen nach, dass die Rezepte von asiatischen Vorbildern inspiriert sind. Die einzelnen Speisen zeigen dann doch eine bunte Mischung aus thailändischen, vietnamesischen und chinesischen Einflüssen (es gibt wenige vegetarische Gerichte sowie Angebote mit Huhn, Rind, Ente und Fisch).  Das muss aber für den Geschmack noch nichts Negatives bedeuten und so probieren wir Huhn Sichuan (mit Gemüse in scharfer Soße, 6,75€) und Huhn Guangdong (doppelt gebackenes Hühnerfleisch mit Limettenblättern in einer speziellen Soße, 6,95€). Sichuan und Guangdong sind chinesische Provinzen, sodass ich mir vor allem bei letzterem einen kleinen Einblick in die dortige Würzung der Speisen erhoffte.

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Huhn Sichuan (in scharfer Soße)

Das Huhn Guangdong hat mich dann sowohl positiv als auch negativ überrascht. Geschmacklich sehr gut und vor allem für mich ungewohnt war das Fleisch. In der Panade waren Limettenblätterstreifen eingebacken, die den manchmal an Chicken Nuggets erinnernden Hühnchenstücken das gewisse Extra verliehen. Das Gemüse bei beiden Gerichten war ohne Ausnahme frisch und wies einen genau passenden Gargrad auf. Mit dem Ausprobieren der sogenannten „speziellen Soße“ jedoch hatte ich mich vielleicht etwas zu sehr auf mein Glück verlassen. Etwas spezielles konnte ich jedenfalls nicht feststellen, denn abgesehen von den gelegentlichen Limettenblätterstreifen handelte es sich um eine normale süß-sauer-scharfe Soße (mit eindeutigem Hang zu den beiden erstgenannten Komponenten). Ich könnte mir vorstellen, dass die Erwähnung davon auch dem Verkauf dienlich wäre, da diese Art von Soße ja recht beliebt zu sein scheint.

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Huhn Guangdong (mit Gemüse und Limettenblättern in spezieller Soße)

Man könnte der Meinung sein, dass die Preise der einzelnen Gerichte für einen Imbiss doch etwas hochgegriffen sind (und auch ungewöhnlich „unrunde“ Cent-Beträge aufweisen). Das liegt zwar im individuellen Ermessen, jedoch muss erwähnt werden, dass die Portionen wirklich sehr groß sind. Schon beim Anblick des Bergs gebratener Nudeln auf einigen Tellern weiß man, dass Dr. Wok vor allem für sehr hungrige Besucher die ideale Mahlzeit bietet. Auch unsere beiden Test-Gerichte standen dem in nichts nach.

Fazit:
Dr. Wok bietet eine schnelle Mahlzeit für Besucher des Paunsdorf-Centers zu einem akzeptablen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Gerichte sind schmackhaft und vor allem frisch in großen Portionen. Der Imbiss verkauft sogar noch frisch zubereiteten Bubble Tea (der ja zu großen Teilen aus den Innenstädten verschwunden ist).

Fakten:

Name Dr. Wok
Adresse Paunsdorf Center, Paunsdorfer Allee 1, 04329 Leipzig
Stadtteil Paunsdorf
Preisspanne Hauptgerichte 4,75€ – 8,75€
Barrierefreiheit Theke barrierefrei erreichbar, ein Teil der Tische auch
Sauberkeit gut
  1. Es gibt in der Mitte am zentralen Eingang zwei weitere asiatische Imbisse. Dabei handelt es sich um dieselben Ketten, die auch im Hauptbahnhof bzw. in den Höfen am Brühl vertreten sind. Daher werde ich dazu auch in Zukunft keinen erneuten Blogeintrag verfassen.

Glücksboot

Einem weiteren (und vorerst letzten) asiatischen Buffetrestaurant in Leipzig hatte ich noch keinen Besuch abgestattet: dem Glücksboot im Sachsenpark in Seehausen. An einem freien Tag habe ich nun aber doch die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Weg in Leipzigs Norden angetreten. Dabei wurde ich nicht enttäuscht! Im Gegenteil – das Glücksboot profitiert nicht nur von seiner Lage inmitten eines Einkaufszentrums, sondern hat auch kulinarisch viel zu bieten.

Das Restaurant kann man als reines Buffetrestaurant verstehen, es bietet sowohl mittags (8,50€ Mo-Sa, 14,90€ So) als auch abends (13,90€ Mo-Do, 14,90 Fr-So) Buffet mit mongolischem Grill und Sushi. Obwohl das Restaurant sehr groß ist und über eine Vielzahl von Tischen verfügt (es eignet sich somit auch für Feierlichkeiten), sollte man vor allem abends und am Wochenende vorbestellen.

Das Buffet sieht schon auf den ersten Blick sehr schmackhaft aus. Vor allem die rohen Zutaten für den mongolischen Grill sind ansehnlich arrangiert, wobei Fisch und Fleisch teilweise auf Eiswürfeln kühl und frisch gehalten werden. Für den Grill werden vergleichsweise viele unterschiedliche Soßen geboten, die man in einem kleinen Schälchen auch mischen kann und dem Koch für die Zubereitung übergibt.

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Buffetauswahl mit gebackenem Fleisch und Gemüse, Champignons und Hühner-Saté-Spieß

Aber auch die bereits fertigen Gerichte auf dem Buffet können sich sehen lassen. Es gibt viele gebackene Speisen: Gemüse, Fleisch, Fisch, Bananen, Ananas, sogar Kokosmilch wird in Teig gehüllt angeboten. Das mag in der Gesamtheit etwas fettlastig erscheinen, aber die Teighülle ist vor allem beim Fleisch und Gemüse eher dünn gehalten, sodass auch das Innenleben geschmacklich gut zur Geltung kommt. Besonders positiv sind mir einige Gerichte aufgefallen, die durchaus als regionale Spezialitäten bekannt sind. Dazu zählt beispielsweise Aubergine mit Fischgeschmack – eine chinesische Speise –, die ich so als Teil eines typischen Asia-Buffets noch nicht erlebt hatte. Insgesamt könnte das Angebot zwar für meinen Geschmack etwas mehr dieser fertigen Zusammenstellungen und dafür weniger pures Fleisch enthalten, aber vielfältig ist es auf jeden Fall.

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Buffetauswahl mit Pekingsuppe, gebackenem Gemüse, Obst und Banane mit Schokoladenkuvertüre

Das gilt auch für die Dessertmöglichkeiten. Der obligatorische Wackelpudding ist hier nicht die einzige Option, es gibt auch Tiramisu, Krabbenchips, Salat, Schoko- und Vanillepudding, verschiedene Obstsorten und gebackenes Obst. Sogar Bananen mit Schokoladenkuvertüre stehen für den süßen Abschluss der Mahlzeit bereit.

Fazit:
Das Glücksboot ist preislich und qualitativ eine gute Alternative zu den asiatischen Buffets im Leipziger Zentrum. Die Speisen und Zutaten sind frisch, vielfältig und haben für viele kulinarische Vorlieben etwas Passendes in petto.

Fakten:

Name Glücksboot
Adresse Handelsstr. 4-8, 04356 Leipzig
Stadtteil Seehausen
Preisspanne Hauptgerichte 8,50€-14,90€ (Buffet)
Barrierefreiheit ja, über Extraeingang rechts vom Haupteingang
Sauberkeit sehr gut

Cáo Bar & Street Food

In Reudnitz gibt es eine neue Möglichkeit, vietnamesisches Street Food zu genießen: Das Cáo befindet sich in der Dresdner Straße, schräg gegenüber vom Regina-Palast. Allerdings sieht sich dieses Lokal nicht (nur) als vietnamesisches Restaurant, sondern bietet als Bar auch eine umfangreiche Cocktailkarte. Das Ambiente ist gemütlich, im hinteren Teil gibt es auch einige Tische, die extra zum Auf-dem-Boden-Sitzen angelegt wurden.

Die Speisekarte ist im Gegensatz zur Getränkekarte recht kurz gehalten und wird als „Wochenkarte“ bezeichnet. Vielleicht gibt es da also in Zukunft immer mal wieder etwas Neues. Aber schon jetzt findet man einiges Ungewöhnliches. Beispielsweise werden Bento-Boxen mit verschiedenen Inhalten angeboten und es gibt Bao (Weizenbrötchen mit verschiedenen Füllungen). Außerdem stehen mochi-artige, gefüllte Klebreisbällchen, die berühmten Pho-Suppen, selbstgemachte Frühlings- und Sommerrollen und verschiedene gebratene Reisgerichte zur Wahl. Und das alles ist recht günstig: Nicht mal 10€ kostet das teuerste Gericht. Bei einigen der Gerichte kann man zwischen verschiedenen Größen wählen. Ein weiterer großer Pluspunkt: Auf der Karte sind alle in den Speisen enthaltenen Allergene einzeln aufgeführt. Außerdem bietet das Cáo verschiedene vegane Gerichte an, die auch als solche gekennzeichnet sind.

Wir entscheiden uns für Bao, jeweils mit vegetarischer (3€) und Schweinefleischfüllung (3,50€). Obwohl in der Karte von Weizenmehlklößen die Rede ist, gibt es jeweils einen großen gefüllten „Kloß“. Der Teig ist leicht süßlich, was bei der herzhaften Füllung zwar zunächst etwas irritierend wirkt, aber dennoch gut schmeckt. Außerdem gibt es ein Klebreisbällchen, gefüllt mit Schweinefleisch und gelben Mungbohnen (3,90€). Wer die japanischen Reisküchlein aus Klebreismehl (Mochi) kennt, wird davon einiges in diesem Gericht wiedererkennen. Das Bällchen ist ringsrum mit Reiskörnern bedeckt und sieht grünlich aus. Die Füllung ist leider nicht sehr geschmacksintensiv, aber was für’s Auge ist der Snack allemal.

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Bao (links) und Klebreisbällchen (rechts) mit Schweinefleischfüllung

Außerdem bestellen wir noch ein typisch vietnamesisches Gericht: Frühlingsrollen, Reisnudeln und hausgemachte Soße. Die auf dem Foto abgebildete Portion ist eine normale Größe für 6,90€, es gibt auch die Möglichkeit, davon eine große Portion zu bestellen. Die Frühlingsrollen sind frisch und lecker, die Soße passt gut zu den Nudeln und Rollen. Das Highlight des Gerichts ist aber die Salatbeilage. Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um einen gewöhnlichen Karotten-Kohlrabisalat, der allerdings durch das verwendete Dressing bzw. die Würzung zu einem echten Erlebnis wird. (Den Salat kann man auch separat als Vorspeise bestellen.)

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Frühlingsrollen, Reisnudeln und hausgemachte Soße

Das Cáo ist wirklich einen Besuch wert. Und falls die eigenen Freunde kein vietnamesisches Essen mögen, kann man sie vielleicht mit den Cocktails überzeugen?

Fazit:
Cáo Bar & Street Food bietet eine kleine Auswahl an sehr schmackhaften vietnamesischen Speisen. Darunter finden sich auch einige exotische Gerichte, die man recht günstig probieren kann. Die gute Kennzeichnung der Speisekarte und das vergleichsweise reichhaltige vegane Angebot garantieren für jeden das passende Essen. Guten Appetit!

Fakten:

Name Cáo Bar & Street Food
Adresse Dresdner Str. 51, 04317 Leipzig
Stadtteil Reudnitz
Preisspanne Hauptgerichte 4,90€ – 9,50€
Barrierefreiheit schmale Stufe und Schwelle am Eingang, mehrere Stufen zum oberen Teil der Bar
Sauberkeit sehr gut

TonKin Restaurant

Im Musikviertel gibt es seit Kurzem ein neues vietnamesisches Restaurant. Da ließ ich mich natürlich nicht zweimal bitten und habe dem TonKin an der Ecke Beethoven-/Grassistraße gleich einen Besuch abgestattet.

Im Inneren finden sich verschiedene Ecken, die durch Wände und Raumtrenner ein Gefühl von Gemütlichkeit erzeugen. Alles ist sehr sauber und liebevoll eingerichtet. Ein beliebtes Symbol des Restaurants scheint die goldene Winkekatze (Maneki-neko) zu sein. Eine komplette Wand im hinteren Bereich ist von Regalen überzogen, in denen sich Dutzende dieser Figuren befinden. Auch im Eingangsbereich sind die Katzen zu finden, die unablässig mit der Pfote winken und somit wohl nach asiatischer Tradition wahlweise viele Besucher oder Reichtum anziehen sollen.

Ich habe jedoch nicht nur die Katzen betrachtet, sondern auch die Speisekarte. Diese ist zweigeteilt, es gibt neben der normalen Karte auch eine Mittagskarte mit Gerichten zwischen 6,90€ und 7,90€. Dabei handelt sich nicht um „Mittagsvarianten“ der normalen Speisekarte, sondern tatsächlich um eigene Gerichte. Es lohnt sich also, das Restaurant zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen, um einen Überblick über das gesamte Angebot zu bekommen. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass die typisch vietnamesischen Speisen, wie etwa Bun Bo Nam Bo, eher auf der Mittagskarte anzutreffen sind. Aber auch die reguläre Speisekarte wartet mit vielen Köstlichkeiten auf. Da gibt es beispielsweise Pho (vietnamesische Nudelsuppen), vietnamesisches Steak oder Gerichte mit Reis- oder Udonnudeln. Letztere kannte ich bisher eigentlich nur aus der japanischen Küche.

Eine schwierige Entscheidung erwartete uns also. Die Wahl fiel schließlich auf gebratene Hühnerbrust mit Gemüse, Zitronengras und Ingwer auf einer heißen Platte für 10€. Außerdem bestellten wir Udonnudeln mit Rind für 10,90€. Zunächst kann man sagen, dass die Portionen (auch wenn das auf den Bildern vielleicht etwas anders erscheint) wirklich vollkommen ausreichend waren, um auch einen größeren Hunger zu stillen. Sehr positiv aufgefallen ist mir auch, dass es nicht nur die Asia-Standard-Gemüsemischung gab, sondern beispielsweise bei beiden Gerichten Pak Choi (chinesischer Senfkohl) dabei war, der eine interessante Geschmackskomponente beisteuerte.

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Hühnchen mit Ingwer, Zitronengras und Gemüse auf einer heißen Platte

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Udon-Nudeln mit Rind und Gemüse

Das Rind hätte vielleicht noch etwas zarter sein dürfen und insgesamt war der Geschmack des Hühnchengerichts dann nicht so aufregend, wie ich es mir erhofft hatte. Aber das schmälert den positiven Gesamteindruck nur geringfügig. Die Auswahl an vegetarischen Speisen hingegen ist mit drei Gerichten (alle mit Tofu als Hauptkomponente) dann tatsächlich etwas beschränkt. Da gibt es noch Verbesserungspotenzial. Trotzdem ist das TonKin einen Besuch wert und das professionell zurückhaltende und umsichtige Servicepersonal gibt dem Lokal einen weiteren freundlichen Anstrich.

Fazit:
Das TonKin Restaurant bietet schmackhafte vietnamesische Speisen und bleibt vor allem wegen seiner Katzen-Dekoration in Erinnerung. Auch für Gourmets findet sich mit Störfisch oder Entrecôte nach vietnamesischer Art der ein oder andere Leckerbissen.

Fakten:

Name TonKin Restaurant
Adresse Grassistr. 12, 04107 Leipzig
Stadtteil Zentrum-Süd
Preisspanne Hauptgerichte 6,50€ – 7,90€ (Mittagskarte), 7,90€-17,40€ (Abendkarte)
Barrierefreiheit nein
Sauberkeit sehr gut